Beiträge von loner73

    Hm, du kennst sicher das Sprichwort: "Wer einmal betrügt...". Ich selbst halte nichts davon. Ich glaube dass sich jemand, der betrogen hat, genauso ändern kann wie jemand, der gerade dabei ist damit anzufangen. Aber je nach dem was man beim Betrug erlebt hat, oder gefühlt hat, wird es schwer davon loszukommen. Das ist es jedenfalls wovor ich mich auch fürchte wenn es um meine versteckte Bisexualität geht. Und selbst ich, ohne Erfahrung, habe teilweise hart daran zu beissen. Vielleicht hilft es wenn man sich diese Problemaik vor Augen führt. Dann ist man vielleicht etwas gefasster wenns mal wirklich in einem brennt...


    Ich wünsche dir jedenfalls eine schöne Zeit. Mit deiner Frau und deinen Erinnerungen. Aber auch wenn alles anders kommt als erwartet. Denn letztlich geht es nur darum sein eigenes Leben zu führen. Geilheit ist "nur" ein Topping und nicht dauerhaft oder matchentscheidend, Rücksicht ist "nur" für die geliebten oder aus Anstand, aber genausowenig entscheidend. Nur das Leben an und für sich kann das bieten. Das glaube und hoffe ich jedenfalls. ;)

    Trotzdem. Es tendiert gegen Null, ist es aber nicht. Mal anatomisch betrachtet: Wie sehr sagt dir eine Tätigkeit deiner Frau zu, bei der sie ihr Herz verlieren könnte?

    Ich kann sie verstehen. Und es scheint nicht eine "billige" Inanspruchnahme deiner Person zu sein (wobei das bei manchen Frauen schwer zu unterscheiden ist...).

    Du solltest auch ihre Gefühle respektieren. Offenbar ist sie nicht so fest überzeugt wie du. Vielleicht kannst du das irgendwie verbessern, noch mehr von ihrem Vertrauen gewinnen.

    Aber, es klingt brutal und ist es letztlich auch, es geht letztlich um ein Gleichgewicht, ein Abwägen. Welches ist das grössere Übel: Die Frau, die du liebst zu verängstigen oder deine (sexuellen) Bedürfnisse zu unterdrücken? Bemerkung: Es gibt sehr viele Betrüger und Betrügerinnen in Beziehungen, die ihre sexuellen Bedürfnisse auch ausserhalb der Partnerschaft erfüllen. Aber es gibt genausoviele (hoffe ich) die diese Bedürfnisse unterdrücken (muss ja nicht zwingend homosexueller Natur sein). Es geht aber nicht darum herauszufinden zu welcher Sorte man gehört. Diese Antwort ergibt sich dann von alleine. Es geht darum auf sich selbst zu hören, sich selbst zu kennen. Um abschätzen zu können was man sich zutrauen oder zumuten kann, also welche Bedürfnisse die wichtigsten sind.

    Hallo AntoniusII


    Es ist doch so, Aufrichtigkeit wird mit Ehrlichkeit gleichgesetzt. Aber trifft das zu? Kaum, nur schon weil es sonst keine zwei Begrifflichkeiten dafür gäbe. :)


    Einerseits gilt es Verständnis für "deine" Frau zu haben. Es geht für sie vermutlich um "viel", was auch immer das beinhaltet. Andererseits sehe ich immer öfter dass Sexismus keine Männerdomäne ist. Weiblicher Sexismus unterscheidet sich nur darin, dass er nicht so "primitiv" daher kommen kann, etwa mit Grabschen oder unverschämten Angeboten (tendenz ist allerdings zunehmend). Aber in den Köpfen vieler Frauen ist das Mannsbild fester eingeprägt als bei manch einem Mann das Bildnis einer Frau. Das hat vermutlich damit zu tun dass die Emanzipation in Feminismus überging, ohne dass es einen Gegenpol gab. Will heissen, niemand hat die Frauen aufgeklärt. Diese mangelhafte Aufklärung hindert aber den Mann genauso daran sich zu entfalten wie anno dazumal als die Männer den Frauen nichts zutrauten und sie nur schon darum klein hielten.

    Vielleicht hilft es da anzusetzen. Aufklärung zu leisten darüber, was ein Mann fühlt, was er begehren kann. Wie er fühlt und begehrt. Um begreiflich, fühlbar zu machen dass Frauen nicht per se die ultimative Lösung darstellen. Jedenfalls nicht für alle Männer... (dieses Verständnis würde auch den Frauen helfen die Emanzipation zu leben)


    Das klingt eher nach einer langfristigen Lösung. Aber auch kurzfristig können Emotionen, also Gefühle zeigen, viel bewirken. Erst recht bei Frauen, denn sie sind empfänglich dafür.


    Ich für meinen Teil bleibe dabei. Aufrichtigkeit trenne ich strikt von Ehrlichkeit. Wie du ja auch sagst: Die Gedanken sind frei. An denen hat sich niemand zu stören. Alles andere käme mir wie eine Beichte vor. Und den Ablass will ich echt nicht von mir gleichgestellten entgegennehmen...


    Gruss

    loner


    Bi Biker : Sorry, bin nicht mobil genug für "Geheimtreffen" ;) Aber es wäre ganz sicher spannend nur schon zuzuhören. Wünsche dir viel Erfolg auf der Suche.

    Als offiziell Hetero ist ja nix dabei, wenn du Abends mit nem Kumpel unterwegs bist ;)

    :P Oh ja, ich weiss was du meinst. Nur, ich habe keine Kumpels... ^^ Habe mir schon oft gedacht mir eine Bekanntschaft zu suchen, die mit mir gewisse Bedürfnisse teilt. Geile Vorstellung, mehr aber auch nicht...:huh:;)



    Ich hab da viele (ich sag mal feminine) Sachen, Eigenschaften oder verhaltensweisen an mir die ich immer unterdrückt hab.

    Aus angst mich zu outen weil diese dem

    Klischeebild eines "typischen" Schwulen entsprechen.

    Was wird jetzt wohl aus diesen unterdrückten Eigenschaften? Werden sie sich nun entfalten und entwickeln? Erstarken womöglich?

    Klar, die "Selbstfindung" sollte oberste Priorität haben. Aber Leute wie wir, die damit rückständig sind bzw. waren, haben sich trotzdem ein Leben aufgebaut. Und mit diesem "Befreiungsschlag" stehen Veränderungen in diesem Leben an. Und das ist es, was mir Angst macht. Vollständig oder nicht, es geht mir gut in diesem Leben. Jedenfalls kommt es mir so vor. Und an meinem Leben sind auch andere Menschen, geliebte, beteiligt...


    So gesehen frage ich mich warum ich mich immer wieder an solchen Diskussionen beteilige. Liegt vermutlich eben an dem Ungleichgewicht...

    Sorry für die späte Antwort. Hätte nicht gedacht dass jemand darauf reagiert....


    Ich kann das nicht eben weil ich nicht so mutig bin. Ich fürchte mich vor der Reaktion meiner Frau. Es würde ganz ähnlich wie bei dir ablaufen, denke ich. Aber sie würde sich ständig vor Veränderungen fürchten, auch wenn ich keine anstreben möchte. Selbstzweifel, vielleicht sogar Misstrauen würden sich breit machen. Und das mute ich ihr nicht zu, nicht mal wenn es nur in meiner Vorstellung so kommt.

    Mal abgesehen davon, wenn ich mich outen würde, wie würde sich das auf mich auswirken? Ich habe meine Lust auf Männer bisher ganz gut kaschieren können, egal wie stark das Verlangen war. Wahrscheinlich eben auch, oder vor allem, weil es ein Geheimnis bleiben muss. Könnte ich das noch wenn ich mich "befreit" habe? Oder würde ich vielleicht sogar Dummheiten begehen? - Ich weiss es nicht.

    Mit so viel Ungewissheit im Kopf traue ich mich nicht die heutige Situation zu verändern "nur" um offen darüber sprechen zu können. Dann doch lieber beim alten bleiben, das ja gar nicht schlecht ist, sondern nur nicht ganz vollständig...

    Wow. Bin echt beeindruckt von deinem Mut. Ich könnte das nicht. Ändern würde sich auch bei mir nur die Art und Weise wie offen ich mich zu dem Thema äussern kann. Aber dieses Thema ist eh rar, also...

    Viel Erfolg auch weiterhin. Und geniesse die Errungenschaft. ;)

    Ich selber habe diesen "Blick" nicht. Ich glaube nicht mal dass es sowas überhaupt gibt.

    Manche Menschen sind feinfühliger als andere, offener und aufmerksamer. Die sehen sowieso mehr als ein "Normalo". Aber wie das Gesehene interpretiert wird ist entscheidend. Und auch damit ist noch längst keine Wahrheit geschaffen.

    Ich glaube schwule oder bisexuelle Menschen kann man eigentlich gar nicht "klassiefizieren". Fragt sich ja schon ob man das überhaupt soll. Es gibt (meiner Meinung nach) keinen typischen Schwulen. Dieses "Schubladisieren" hilft den Menschen die Welt zu ordnen. Das hat aber seinen Preis. Die Welt wird dadurch kleiner, gröber und weniger bunt. Das stört zwar die wenigsten, denn es ist übersichtlich. Treten aber Gegebenheiten auf, die sich nicht zuordnen lassen, kommen sie in Bedrängnis. Und handeln zuweilen völlig unangemessen....

    Ich frage mich natürlich auch wie ein Mensch, den ich betrachte, gestrickt ist. Ganz allgemein und nicht nur auf seine Sexualität bezogen. Aber ich merke dann auch dass meine Einschätzung/Interpretation ganz erheblich von meinen Wünschen, Gefühlen oder Vorurteilen geprägt ist. Selbst die Wahrnehmung ist davon beeinflusst. Also halte ich mich zurück einen Menschen einzuschätzen wenn ich nicht die Absicht verfolge ihn näher kennenzulernen.


    Aber es macht mich schon neugierig zu erfahren wie die Menschen mich einschätzen. Speziell was meine sexuelle Orientierung angeht. Ich glaube nicht dass auch nur einer aus meinem weiteren Umfeld "richtig" liegt.


    Gruss

    loner

    Hallo zusammen


    Ich möchte hier nur meine Situation schildern. Ich erwarte keine tips ode gar Lösungen. Nicht mal dass es überhaupt jemand liest. Aber manchmal hilft es ja auch, sich selbst eine Situation vor Augen zu führen um neue Perspektiven zu erkennen. Und anstatt ich das in meinem Tagebuch mache, wie üblich (und das ich heute nicht zur Hand habe) mache ich das hier. Es scheint als wäre ich nicht allein mit einer solchen Situation...


    Gleich vorweg: Ich bin notgeil. Und ich bin extrem kontaktscheu. "Wie geht denn das", mag sich nun mancheiner fragen. Ganz einfach, mit Fantasie.


    Meine Fantasie war schon immer sehr ausgeprägt. Und was die Sexualität angeht war ich hierin schon immer tabulos. Das hatte in der Vergangenheit teilweise sogar negative Auswirkungen, aber das ist ein anderes Thema. Was mich bei der Fantasie immer wieder, und teilweise sehr intensiv beschäftigt hat ist der Sex mit einem Mann.
    Was genau ich mir dabei vorstelle soll hier nicht aufgeführt werden Mein Beitrag würde wahrscheinlich sowieso gelöscht wenn ich es täte. :P Aber manchmal bin ich passiv, manchmal aktiv im Geschehen. Interessanterweise bin ich aber nie beides in der gleichen Fantasie. Manchmal sind es jüngere Männer, manchmal ältere, manchmal schlanke, manchmal korpulente. Mit grossem "Teil", mt kleinem "Teil", sanft und grob..... Habe bald mal so ziemlich alle denkbaren Varianten von Partnern durch. Das zeigt einerseits wie lange ich mich mit diesen Gedankenspielen schon abgebe, andererseits wie defizitär ich in der körperlichen Lust schon bin.
    Da denkt man doch gleich dass es für mich ein leichtes sein müsste jemanden zu finden, der mitmacht. Aber wie mein Avatar schon andeutet bin ich ein absoluter Einzelgänger. Ausser den beruflichen Kontakten pflege ich keine Bekanntschaften. Ok, da gibt es diesen einen Kollegen bei der Arbeit, weit weg vom Thema meiner eigenen Abteilung. Zu dem fühle ich mich irgendwie hingezogen. Aber er ist Katholik. Das mag zwar noch nichts heissen, aber um Hoffnung gedeihen zu lassen ist er eindeutig ungeeignet. Und bei wildfremden Männern fehlt mir schlicht der Mut. Nicht nur dass Krankheiten ein grosses Thema sind (ich hasse Gummis, nebenbei bemerkt), auch kann ich nicht wissen auf was für einen Charakter ich mich einlassen würde.


    So gesehen ist es nicht verwunderlich sitze ich schon seit Jahrzehnten auf diesen Fantasie-Inseln fest, ohne eine Chance in See zu stechen auf der Suche nach echte Erfahrungen. Und das wird auch so bleiben wenn sich nicht per Zufall eine Gelegenheit ergibt. Das ist schon etwas frustrierend. Aber da ich es selber in der Hand habe, und trotzdem nichts dagegen unternehme, kann ich eher damit leben als wenn es an meinem Äusseren liegen würde, oder an meinem Charakter.
    Trotz allem, falls sich mal jemand "zufällig" in meine Nähe wagen sollte, spitz wie eine Lanze, lass es mich wissen. Ich kann dir wahrscheinlich helfen Druck abzubauen. :rolleyes:


    Die Frage ob sich ernsthaft etwas ändern lässt ist langsam ausgelaufen, auch wenn die Hoffnung erhalten bleibt. Damit kann ich leben. Etwa so wie die Erinnerung an eine Geburtstagstorte aus der Kindheit. Die Torte wird sich mir nie mehr so präsentieren wie damals. Schliesslich ist man nur einmal Kind. Dann stumpft man notwenigerweise ab und die Welt sieht ganz anders aus. Inklusive der Erinnerungen...


    Noch eine Bemerkung: Ich würde mich freuen mich mit jemandem austauschen zu können. Schriftlich, meine ich. Aber tabulos. Falls jemand das gleiche Bedürfnis hat, oder einfach nur lust darauf hat, soll er sich nicht zurückhalten und voll in die Tasten hauen. Ich weiss, in diesem Forum ist nicht viel los. Ich sehe aber auch dass es immer einige Besucher hat. Vielleicht hat eines dieser Phantome lust sich mental auszutoben...


    Gruss
    loner

    Mir geht es so wie dir. Bin aber inzwischen mehr als doppelt so alt wie du. Wenn du kannst, hole dir die Erfahrung so früh wie möglich. Was aber auch bei dir problematisch sein könnte, ist die Beziehung. Aus meiner Sicht ist Fremdgehen ncht vom Geschlecht des Sexpartners abhängig. Damit begeht mal also einen Vertrauensbruch. Die möglichkeiten sind rar, entweder die Erfahrung herausschieben bis du wieder single bist, oder eine gemeinsame Lösung mit dem Beziehungspartner suchen. Zuletzt, den Vertrauensbruch begehen und damit leben. Was davn das beste ist kann dir niemand sagen weil es dazu verschiedene Blickwinkel gibt. Aber vielleicht hat sich die Frage für dich ja inzwischen erübrigt, so ode so.


    Gruss
    loner

    Da hat sich offenbar nicht viel getan mit den Antworten. Seit ihr inzwischen selber um eine Erfahrung reicher?
    Ich selbst kenne das Problem nur zu gut. Ich bin sehr fantasievoll. Aber aus Erfahrung weiss ich dass sich die Realität niemals so gibt wie die Fantasie. Das einzige was einem weiterhilft ist, in das kalte Wasser zu springen und es darauf ankommen lassen. Zu zweit funktioniert das vermutlich besser als alleine.
    Ich wünsche jedenfalls viel Glück bei der Suche und viel Erfolg bei der Erfahrung!!!


    Gruss
    loner

    Ja, ich fühle mich auch eher wie ein alter denn wie ein junger Sack. Aber he, als alter habe ich Vorzüge, die ein junger nicht haben kann. So gesehen gibt es nichts der Jugend nachzuweinen. Ich war in den jungen Jahren sehr verunsichert und nicht sehr bodenständig. Jetzt, mit 44, sehe ich mich in der idealen Position um mein Leben zu definieren...
    Mal abgesehen davon, klar finde ich junge Körper auch anziehend. Aber die fehlende Reife schreckt mich mehr ab. Habe mit jungen zu tun um die 20. Und ich frage mich oft ob ich damals auch so... na ja, unreif gewirkt habe. Selbst jenen, die einen seriösen, intelligenten und bodenständigen Eindruck mache sieht man an dass sie noch wacklig auf den Beinen sind. Darum fühle ich mich auch mehr von reifen Männern angezogen. Kein makelloser Adonis muss es sein, sondern einer von dem ich das Gefühl habe dass er weiss was er will. Und was nicht.
    Dating Portale sind schrecklich.Wer nicht hinhalten oder zustechen will versinkt in den Fluten der Teilnehmer. Darum bin ich jetzt auch hier, in einem Forum. Ich weiss zwar nicht ob mir das weiterhelfen wird in meiner "Selbstfindung". Aber es ist allemal besser als das Gehabe in den besagten Portalen.
    Ich wäre in einem Club für alte Säcke sofort mit dabei.


    Gruss
    loner