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Freitag, 27. April 2012, 13:29

Contracorriente (gegen den Strom)

Peru/Kolumbien/Frankreich/Deutschland 2009



Der Film spielt in Máncora, einem kleinen, peruanischen Fischerdorf, das für seinen Totenkult bekannt ist: Um die ewige Seelenruhe zu erlangen, muss ein Verstorbener von einem geliebten Menschen öffentlich gesegnet und anschließend dem Ozean übegeben werden.

MIGUEL, ein Fischer des Dorfes, ist verheiratet mit der hübschen MARIELA, die zum ersten Mal schwanger ist – im siebten Monat. Miguel liebt Mariela, hat aber eine heimliche Affäre mit SANTIAGO, einem schwulen Maler und Außenseiter. Miguel fühlt sich hin und her gerissen zwischen seiner Verantwortung als Ehemann, zukünftiger Vater und der Angst, seine Beziehung zu Santiago könnte entdeckt werden.

Die Dinge ändern sich dramatisch, als Santiago bei einem Unfall ertrinkt und als Geist zurückkehrt. Miguel kann ihn als Einziger sehen, berühren und mit ihm reden wie mit einem Lebenden. Alles scheint zunächst perfekt: Endlich kann Miguel seine Affäre gefahrlos ausleben. Doch Santiago will, dass Miguel seinen Körper sucht, um ihn zu bestatten. Miguel fühlt sich längst nicht nur sexuell zu Santiago hingezogen, sondern hat sich in ihn verliebt. Eher halbherzig sucht er nach der Leiche, weil er nicht will, dass ihn Santiago verlässt.

Im Dorf wird viel geredet und auch Miguels Ehefrau wird immer misstrauischer. Als ein Aktbild von Miguel in Santiagos Haus auftaucht wird er von der Gemeinschaft ausgestoßen und muss um seine Liebe zu seiner hochschwangeren Frau kämpfen. Die Geburt ihres Sohnes kittet die Beziehung vorübergehend und auch im Dorf wird er als treusorgender Vater wieder akzeptiert.

Der Frieden ist aber nur von kurzer Dauer. Eines Morgens verfängt sich in den Netzen der Fischer vermeintlich ein toter Seelöwe. Es ist Santiago. Die Fischer bringen seine überreste ins Leichenhaus. Miguels steht vor der schwersten Entscheidung seines Lebens: Wenn er sein Versprechen gegenüber Santiago hält und ihn beerdigt, wird er seine Frau und seinen Sohn verlieren. Beerdigt er Santiago nicht, ist dessen Seele dazu verdammt, für alle Ewigkeit umher zu irren. Miguel bekennt sich zu Santiago, verliert seine Familie endgültig und findet unerwartete Unterstützung in seinem Dorf.

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