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Freitag, 28. März 2014, 05:52

Was wollen Gay- und Bi-Männer für Sexpartner?

Auf meiner Reise zur Erkundung der gleichgeschlechtlichen Sexualität bin ich auf sehr hilfsbereite, gleichgesinnte Gays und Bis gestossen. Meine anfänglichen Kontaktversuche, die von Ehrlichkeit und Offenheit geprägt waren, wurden nicht goutiert. Ein Gay hat mir gesagt, MaN sucht starke Männer, welche auch so rüber kommen. Und keine negativen Aussagen, damit bringe man sich nicht weiter. Ein Facepic von einem harten Kerl komme besser an, als ein Bild von einem hübschen Dödel. Bei meiner Frau und bei meiner Tochter fühle ich mich stark, bin ich deshalb ein starker Mann? Eher nicht. Vielleicht wollen meine Frauen, dass ich mich stark fühle. Vielleicht wollen das die Gay- und Bi-Männer auch? Die Konfusion steigt, die sexuelle Erfahrung nicht. Leider! Hard men don't dance! Harte Männer tanzen nicht!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DeanMartin« (28. März 2014, 06:31)


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Freitag, 28. März 2014, 18:08

Ich glaube kaum dass wegen dieser einen Aussage deine Vermutung auf alle zutrifft. Im Gegensatz ist meine Wahrnehmung dass die Vorstellung und Präferenzen oft sehr viel-fältig und schichtig sind.
In der Realität gibt es nämlich weiche, harte, zarte, zähe, liebliche, verweichlichte, ganz unscheinbare und ALLES dazwischen.
Was da offensichtlich gesucht wird sind Fantasievorstellungen die man für kurze Zeit in eine andere Person projezieren kann und die dadurch erfahrbar werden. In gewisser Weise vielleicht auch ein Manko seiner selbst.
Das Spiel mit solchen Attributen ist in einer virtuellen Umgebung auch wesetlich einfacher als in der Realität.
---------- May the force be with you ----------

bi_urself

unregistriert

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Samstag, 31. Mai 2014, 12:45

Ich muss guru Recht geben: DIe Aussgage ist dann doch sehr pauschalisierend.

Natürlich kann man sich mit der Zeit seine eigene (subjektive) Philosophie und Sichtweise zurechtbasteln. Aber ich denke, dass man sich selbst keinen Gefallen damit tut, wenn man Menschen (gerade im Kontext der sexuellen Orientierung) in einen Topf wirft.

Ich habe auf meiner Suche auch schon einige Enttäuschungen erlebt und "arbeite" immer noch an meinem "Einstieg" in die gelebte Bisexualität, hüte mich aber, die Männer über einen Kamm zu scheren. Es sind sicherlich nicht alle gleich, und man kann einfach nicht pauschalisierend sagen, dass diejenigen so ticken und die anderen so, oder dass dieses oder jenes gewünscht ist, das Gegenteilige jedoch nicht.

Wenn ich was (auch über mich) gelernt habe, dann ist es, dass die Bisexualität viele Facetten und viel Individualität bereithält. Nimm es mir nicht übel, wenn ich das sage, aber ich habe den Eindruck, dass du sehr verbissen und voreingenommen an deine Suche herangehst. Ich selbst habe gelernt, dass ich mir eine gewisse "Lockerheit" aneignen muss - was nicht nur für diese spezielle Suche gilt, sondern fürs ganze Leben. Anscheinend war das bisher etwas, das ich auch in anderen Lebensbereichen habe missen lassen und erst durch die Aueinandersetzung mit meiner Bisexualität gelernt habe.

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