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Sonntag, 10. November 2013, 18:41

Hetero-Männer haben große Vorurteile gegen Bisexuelle

In Queer.de sind ein paar Artikeln zum Thema Bisexualität, Outing von Bisexuellen und Biphobie erschienen.
Ich füge den letzten von Anfang November ein und den Link zu anderen Beiträge zugänglich in Internet.

http://www.queer.de/detail.php?article_id=20379

"Viele halten Bisexualität nach wie vor für eine erfundene sexuelle Orientierung – insbesondere
Heterosexuelle haben Probleme mit dem Thema, aber auch viele Schwule und Lesben.
Heterosexuelle Männer – oder zumindest diejenigen, die sich dafür halten – halten Bisexualität drei Mal eher
für eine "nicht legitime sexuelle Orientierung" als der Durchschnitt. Das ist ein Ergebnis einer Studie [1] der
Universität von Pittsburgh, in der hunderte Collegestudenten persönlich interviewt und 1.500 Menschen
online in 33 Fragen über ihr Verhältnis zur Bisexualität befragt wurden. Insgesamt halten 15 Prozent der
Befragten die sexuelle Neigung zu beiden Geschlechtern für nicht existent.
Eine höhere Akzeptanz haben Bisexuelle unter Frauen, Weißen und LGBT. Die Autoren gaben allerdings an,
dass nach wie vor auch Schwulen und Lesben Bisexuelle ausgrenzten. "Sogar in dieser Minderheit werden
tiefgreifende Vorurteile gegen Bisexuelle gehegt", erklärte Studienleiter Mackey Friedman. "Die Vorurteile
führen zum Gefühl der Isolation und der Marginalisierung, die nach aktuellen Studien zu einer höheren Rate
von Drogenmissbrauch, Depressionen und risikoreichen Sexualverhalten führt. Außerdem kann das dazu
führen, dass sich diese Menschen weniger auf HIV testen oder behandeln lassen."
Coming-out wird erschwert
Friedman erklärte weiter, dass die Nichtankerkennung von Bisexualität dazu führe, dass die betroffenen
Menschen ihre sexuelle Orientierung vor Freunden, Familienmitgliedern und Kollegen verstecken würden.
Insbesondere männlichen Bisexuelle würde ein Wust an Vorurteilen entgegenschlagen, während weibliche
eher akzeptiert werden.
Vorhergehende Studien haben ähnliche Ergebnisse geliefert: So kam eine Untersuchung der
Columbia-Universität im Januar zu dem Ergebnis, dass viele Bisexuelle sich nicht outen könnten und wegen
des Versteckspiels mehr psychologische Probleme hätten. Das führe auch dazu, dass sich viele von ihnen in
der Öffentlichkeit homophober verhalten würden (queer.de berichtete [2]).
Forscher haben übrigens auch festgestellt, dass Bisexualität kein Mythos ist: In zwei Studien wiesen
US-Wissenschaftler 2011 nach, dass bisexuelle Männer sowohl von Frauen als auch von Männern erregt
werden (queer.de berichtete [3]).
WDR-Moderator Domian hat erst im vergangenen Monat Bisexuelle aufgerufen, sich nicht länger zu
verstecken: "Je mehr Menschen ihre Bisexualität in die Öffentlichkeit tragen, desto selbstverständlicher wird
sie", sagte er (queer.de berichtete [4]). "

http://www.queer.de/detail.php?article_id=20379
http://www.queer.de/detail.php?article_id=20191
http://www.queer.de/detail.php?article_id=20138
http://www.queer.de/detail.php?article_id=20108